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Er ist Schauspieler, Sänger, Tänzer, Synchronsprecher und eine Sportskanone dazu: 1977 war er Dritter bei den Bayerischen Meisterschaften im Mehrkampf. Und sein kabarettistisches Talent stellte Landuris Ende der 80er Jahre als Ensemblemitglied in Dieter Hildebrandts 'Scheibenwischer' unter Beweis. Besonders gern und erfolgreich widmet sich Landuris dem deutschen Schlager: Unter dem Pseudonym 'Viktor Bergmann aus St. Petersburg' singt er genüsslich Schlagerparodien und gewann mit (dem von Michael Holm produzierten Hit) 'Wahnsinn' 1995 den 'Wahren Grand Prix' (initiiert von Petra Perle, Conny Prem u.a.).
Zurück zu den Anfängen: Dieter Landuris wurde als Sohn eines Autohändlers in München geboren und absolvierte von 1980 bis 1982 eine Ausbildung als klassischer Balletttänzer an der Heinz-Bosl-Stiftung. Anschließend wechselte er zur Otto- Falckenberg- Schule, wo er bis 1985 das Fach Schauspiel belegte. Außerdem studierte Dieter Landuris Amerikanistik und Architektur.
Nach seinem Schauspielabschluss engagierte ihn die berühmte Berliner Jugendbühne 'Grips'-Theater vom Fleck weg. Dort konnte er in Stücken wie 'Ab heute heißt du Sarah' und 'Voll auf der Rolle' seine Wandlungsfähigkeit und sein Improvisationstalent schulen. Mit dem legendären Musical 'Linie 1' (1985-1989) tourte Landuris nach der Premiere im 'Grips'-Theater durch die ganze Welt und war auch 1987 in der Kinoadaption von Reinhard Hauff wieder mit von der Partie - als Klemmi mit der Jutetasche, der leicht stotternd den Pre-Rap 'Isn't he sweet?!' hinlegte und zwar derart mitreißend, dass es das Publikum im Saal regelmäßig aus den Sitzen hob.
Selbst als Landuris in den 90er Jahren immer häufiger attraktive Fernsehrollen angeboten wurden, hielt er dem Theater die Treue. So brachte er gemeinsam mit seiner Frau, der Schauspielerin Natascha Shapiro, die Eigenproduktion 'Verliebt, Verlobt, Verbrecherin' (1989/90) und das Musical 'Ich mich auch' (1996) auf die Bühne. Zu 'Ich mich auch' schrieb Landuris gemeinsam mit Rockingham Gill die Texte. 1992 begeisterte Landuris am Münchner Prinzregententheater Kritiker und Zuschauer mit Johann Wolfgang von Goethes klassischem Trauerspiel 'Clavigo'.
Im selben Jahr war Landuris im Fernsehen in mehreren Glanzrollen zu sehen, z.B. in Sigi Rothemunds Film 'Der Eindringling' als Einbrecher, der sich in sein blindes Opfer (Constanze Engelbrecht) verliebt. 1996 spielte er in Peter Timms Kinogroteske 'Die Putzfraueninsel' den Richard.
Zu den Höhepunkten der TV-Karriere von Dieter Landuris zählt zweifellos die 1994 bis 1996 von Regisseuren wie Sigi Rothemund, Roland Suso Richter, Kai Wessel und Ulrich Stark inszenierte PRO7-Serie 'Alles außer Mord': In vierzehn Folgen à 90-Minuten geriet Landuris als ebenso chaotischer wie gewiefter Privatdetektiv Uli Fichte regelmäßig wider Willen in mörderische Schwierigkeiten. Als Uli Fichte eroberte er 2001 in der Wiederholung von 'Alles außer Mord' die Zuschauer noch einmal.
Für die schwarze Kinokomödie 'Die Mutter des Killers', mit Dieter Landuris in der Rolle des mordverdächtigen Witwentrösters Eddie, bekam Volker Einrauch 1996 beim Filmfest München den Regiepreis und 1997 den Hypo-Regiepreis. 1998 spielte Landuris in Marc Rothemunds Kinosatire 'Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit' mit unglaublichem Sprachwitz den suizidgefährdeten Italiener griechischer Herkunft, namens Marcello. Seitdem wurde Landuris noch häufiger für Leinwandproduktionen engagiert, so 1999 für 'Alles Bob!', 'Schnee in der Neujahrsnacht' und für den Computer-Thriller '23' (Regie: Hans Christian Schmidt).
Im Fernsehen war Dieter Landuris u.a. im Dezember 1999 als Musikagent Mikey im Ersten zu sehen - in Matti Geschonecks BR-Film 'Comeback für Freddy Baker', mit Mario Adorf in der Titelrolle sowie mit Tilo Prückner, Aglaia Szyszkowitz, den Puhdys und Ernst Stankovski als Mikeys Vater.
Nach der aktuellen BR-Komödie 'Die Hunde sind schuld' spielte Dieter Landuris im psychologisch angehauchten Krimi '0:12' unter der Regie seines Kollegen Bernd Michael Lade einen frustrierten Swimmingpool- Reinigungsgeräte- Vertreter. Zuletzt hatte er einen Gastauftritt als Kellner mit Holzbein in dem Lowbudget-Fantasyfilm 'Mask under Mask'. Beide Filme kommen im Herbst 2001 in die Kinos.
Ist Landuris mal nicht zu sehen, hört man nicht selten seine Synchronstimme in Kinofilmen wie 'Die fabelhaften Baker Boys', 'Dinosaurier' oder im neuen Barry-Levinson-Film 'An everlasting Peace'. In 'Robbie, das Rentier', dem preisgekrönten, britischen Trickfilm (mit Knetfiguren als Hauptdarsteller) war Dieter Landuris an Heilig Abend 2000 auf PRO7 als Robbie zu hören. Im Kinofilm 'Hilfe, ich bin ein Fisch!' synchronisierte Landuris den schrecklichen Professor McKrill, der ein Mittel erfunden hat, um Menschen in Fische zu verwandeln.
Kennengelernt hat Dieter Landuris seine Frau Natascha Shapiro gewissermaßen im Sandkasten: "Wir waren 13 Jahre alt und Nachbarn in München, als wir uns das erste Mal sahen." Nataschas erster Eindruck von dem späteren Uli Fichte: "Ich mochte ihn überhaupt nicht, er hatte immer nur Fußball im Kopf."
In der Freizeit widmet sich der Vater von zwei Töchtern (Fanny und Isabella) seiner Familie und seinem Lieblingshobby: Der wandlungsfähige Künstler werkelt, restauriert und bastelt an seinen Oldtimern; einen davon fuhr er auch während seiner Ermittlungen als Privatschnüffler Uli Fichte in der Fernsehserie 'Alles außer Mord'.
Von 2005 bis 2010 lebte Landuris in Berlin. Im August 2010 zog es ihn zurück nach München.
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Mehr Infos:
Größe: 175 cm
Geboren: 12. August
Sternzeichen: Löwe
Haarfarbe: braun
Augenfarbe: braun
Agentur von Dieter Landuris:
Das Imperium
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